b_250_200_16777215_00_images_2017_picture-163529002.jpg

WITTEN. Die verbandliche Jugendarbeit in Witten soll neu ausgerichtet werden. Zu diesem Zweck fand im November ein Netzwerkwochenende von Jugendverbänden statt, die diese Arbeit in Zukunft teils gemeinsam ausgestalten möchten. Neben Vertretern eines multiprofessionellen Teams der Stadt Witten/Bezirksregierung Arnsberg haben Akteure des Jugendrings, der Bezirksschülervertretung (BSV) Ennepe-Ruhr, des Kreissportbundes Ennepe-Ruhr e.V. (KSB-EN) und des Rings Politischer Jugend (RpJ) Witten im Rahmen der Veranstaltung über die aktuelle Situation diskutiert und resümieren: Die vielfältige und lebendige Jugendarbeit in Witten kann durch die Zusammenarbeit für alle Beteiligten optimiert werden. Sämtliche Jugendverbände haben zurzeit mit weitreichenden Problemen zu kämpfen. Es fehlen sowohl engagierte Mitarbeiter als auch Teilnehmer. Die Zielgruppen unserer Organisationen schrumpfen stetig weiter.

Das ist ein Trend, der seine Gründe auch in der Schule findet, erklärt Luca Samlidis von der Bezirksschülervertretung Ennepe-Ruhr. Eine besondere Rolle spiele dabei der wachsende Leistungsdruck, zusammenhängend mit dem bestehenden Ganztagssystem. Aus den Schülerschaften wird immer wieder zurückgemeldet, dass außerschulische Angebote weniger genutzt werden könnten. Auch die Information von potentiellen Interessierten lässt zu wünschen übrig. Hier werden die Verbände ihre Arbeitsweise anpassen. Wir erarbeiten Möglichkeiten der Kooperation und sind stark daran interessiert, einzelne Projekte als Netzwerk zu starten. Außerdem ist auch die gegenseitige Unterstützung bei Angeboten wichtig, deren Organisation nur einer unserer Verbände übernimmt, ergänzt Jan Weckelmann, Vorsitzender der Sportjugend Ennepe-Ruhr. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren soll langfristig zu einem System führen, in dem Kinder und Jugendliche unkompliziert an ihr Ziel vermittelt werden. Wenn ein konkretes Sportangebot gesucht wird, möchten wir kurzfristig die richtigen
Ansprechpartner anbieten können, bezieht das Netzwerk Stellung. Wenn Probleme bei einzelnen Angeboten entstehen, sollen diese in Zukunft gemeinsam gelöst werden. Die Kommunikationswege sollen kürzer werden - so bleibe mehr Zeit für die Durchführung
jugendorientierter Aktionen mit einer größeren Resonanz.

Fehlendes Engagement

Das Netzwerk schlägt geschlossen den Ausbau der Würdigung ehrenamtlichen Engagements vor. Unsere Mitarbeiter erbringen neben ihrem Hauptberuf teils
Höchstleistungen und sind immer motiviert bei der Sache, heißt es aus den Verbänden. Insbesondere jungen Mitarbeitenden müsse gesellschaftlich klargemacht werden, wie wichtig ihre Arbeit ist. Der riesige Apparat an Ehrenamt ist unverzichtbar und nimmt einen großen Teil unserer Gesellschaft ein, betont Joris Immenhauser vom Ring politischer Jugend. Die Verbände sind sich einig: jeder soll die Möglichkeit erhalten, sich zu engagieren, Respekt vor
dieser Arbeit müsse wieder selbstverständlich werden.

Hier geht es zum Pressebericht der WAZ!

Pressekontakt:
Luca Samlidis
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 015736303806 (bitte auch Anrufbeantworter nutzen, wir rufen zurück!)